Friesen

Herkunft

Der Friese ist eine sehr alte, im niederländischen Westfriesland bodenständige Rasse, die schon in der Zeit um Christi Geburt als Reitpferde genutzt wurde und mit den germanischen Hilfstruppen der Römer bis nach England gelangte. Dort waren die Friesenrappen maßgeblich an der Entstehung des Fellponys beteiligt und haben später weltweit eine wichtige Rolle bei der Zucht vieler heutiger Traberrassen gespielt.

 

 Der Friese zählt zu den barocken Fürstenpferden Europas. Sein dekoratives Aussehen und seine extravaganten Gänge sind dem andalusischen Blut zuzuschreiben, das ihm während der spanischen Besetzung der Niederlande zugeführt wurde und es ist wohl dieses imposante Erscheinungsbild und Trabvermögen, dem die Rasse nach einem vorübergehenden Niedergang im vorigen Jahrhundert ihre neu gewonnenen Popularität verdankt.

 

 Heute kommen Friesenrappen vor allem als Karossiers von Schaugespannen zum Einsatz, treten aber auch mit großem Erfolg bei den Lektionen der Hohen Schule und als Dressurpferde im Zirkus auf.

Exterieur

Der Friese besticht vor allem durch sein lackschwarzes Fell und das wallende Schweif- und Mähnenhaar. Er hat einen ausdrucksvollen Kopf, der stolz auf einem geschwungenen, hoch angesetzten Hals getragen wird, einen kräftigen und harmonischen Körper und lange, starke Beine mit üppigem Kötenbehang.

Charakter

Der Friese ist ebenso stolz wie energisch, hat aber ein ausgesprochenes angenehmes und sanftes Temperament.

Farben

Ausschließlich Rappen ohne Abzeichen. 

Erlaubt ist nur ein winziger weißer Stern auf der Stirn.

Stockmaß

155-165 cm, Hengste manchmal noch etwas größer.